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Was sind Hosenträger?

Funktional gesehen, helfen Hosenträger, die Hose Ort und Stelle zu halten und erfüllen somit den gleichen Zweck wie einen Gürtel. It is so simple! Hosenträger gibt es in X-Form und in Y-Form, die sich aus der Anordnung der Bänder ergibt, die die Basis eines jedes Hosenträgers bilden. Das (in der Y-Form) einfache Band am Rücken, wird auf der Rückseite am Hosenbund befestigt, wobei zwei Bänder über die Schulter zur Vorderseite laufen, wo beide Bänder wiederum an dem Hosenbund befestigt werden. Die Bänder sind meistens völlig oder teilweise elastisch, wobei teurere Exemplare aus Baumwolle, Seide oder Wildleder gefertigt werden. Früher endeten die Bänder immer in ledernen Riemen mit Knopflöchern (die bekannten Laschen), die an Knöpfen am Hosenbund befestigt werden. Heutzutage enden viele Hosenträger in Metallklemmen, die gegenüber den ledernen Laschen einige Vorteile bieten. Dennoch gibt es bei den Metallklemmen auch Nachteile. Die Klemmen haben oft kleine Zähnchen, die den Hosenbund beschädigen können. Außerdem sind die Klemmen – im Gegensatz zu den Laschen, die an der Innenseite der Hose befestigt werden – außen auf dem Hosenbund sichtbar. Aber auch die ledernen Laschen haben einen Nachteil: Konfektionshosen werden meist ohne Hosenträgerknöpfe geliefert und man muss sie deshalb zu einem Schneider bringen, um sich die Knöpfe annähen zu lassen. Ein kleiner Tipp: Hosenträgerknöpfe befinden sich immer an der Innenseite der Hose, nie an der Außenseite! Letzteres kommt nur bei Kinderkleidern vor.

Kleine Geschichte der Hosenträger

Heutzutage sind Hosenträger beliebte Accessoires und finden sich im Kleiderschrank von immer mehr Männern (und Frauen). Aber woher stammen sie ursprünglich? Hier eine kurze Geschichte der Hosenträger.


Die ersten schriftlichen Zeugnisse für Hosenträger sind raum dreihundert Jahre alt. Dennoch wurde die moderne Version, wie wir sie heute kennen, erst im Jahre 1820 von dem Engländer Albert Thurston „entdeckt“. Seine Hosenträger wurden sofort ein durchschlagender und weltweiter Erfolg. Das hatte vor allem damit zu tun, dass die Hosen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts sehr hoch geschnitten waren, beziehungsweise saßen. Dabei ist ein Gürtel besonders unpraktisch. Im Jahre 1871 legte Samuel Clemens, auch bekannt als Autor Mark Twain, ein Patent vor für „Adjustable and Detachable Straps for Garments“ und erhielt damit das erste US-amerikanische Patent für Hosenträger. Später, während dem ersten Weltkrieg, verloren Hosenträger ihre Beliebtheit, da die Soldaten im Gefecht vor allem praktisch gekleidet sein mussten. Eine hoch geschnittene Hose ist dabei nicht wirklich ideal. Pech für Mark Twain! Tiefer geschnittene Hosen werden die Norm und die Soldaten tragen massenweise Gürtel. Sie gewöhnen sich daran und nehmen die Gürtel nach dem Krieg mit nach Hause. Dennoch sind Hosenträger noch bis in die Mitte der 1930er Jahre ein gängiges Kleidungsstück, auch wenn der Gürtel immer mehr Terrain gewinnt. Dies vor allem deshalb, weil Hosenträger bis dahin als „Unterwäsche“ angesehen werden, während der Gürtel positiv zum äußeren Erscheinungsbild beiträgt. Nach und nach verschieben sich die Knöpfe (für die Laschen) von der Außenseite der Hose an die Innenseite; Die Hosenträger werden zum Accessoire und ästhetischen Schmuck. Ironischerweise wurden Hosenträger früher mit den niederen Klassen assoziiert (vor allem mit Arbeitern, die sich keine Maßkleidung leisten konnten), weshalb das Tragen von Hosenträgern lange Zeit eher dekadent war. Jedoch: Das Blatt hat sich gewendet! Schmale Hosenträger zum Beispiel sind heutzutage wieder „hipster proof“. Wer aber trägt (neben Hipstern) heute noch Hosenträger? Grob kann man vier Typen unterscheiden:

1. Funktionelle Träger (Bierbäuche)
2. Protze und Dandies (z.B. Jort Kelder)
3. Bartträger (a.k.a. Hipsters)
4. Spezielle Anlässe (u.a. Hochzeiten, Galas und andere festliche Gelegenheiten)

Für Kategorie 1 sind vor allem die Amerikaner berühmt. In den Niederlanden ist es heutzutage weniger gebräuchlich Hosenträger zu tragen, auch wenn diese - insbesondere unter den Studenten aus Leiden - im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr in Mode waren. (Unter Studenten und Paradiesvögeln ist dies heutzutage jedoch immer noch der Fall).
Hosenträger gibt es in verschiedenen Modellen, Größen und Preisklassen. Die besten Hosenträger werden seit jeher von Albert Thurston in England hergestellt. Sie sind übrigens auch auf unserer Website zu finden.